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Der Wollhaarmammut Klon

Vor einigen Tausend Jahren erlebte die Erde eine Eiszeit. Eisige Temperaturen zwangen auch die Evolution dazu, Lösungen zu finden. Eine dieser Lösungen war das Wollhaarmammut. Ein mächtiges behaartes Tier, das mit dem heutigen asiatischen Elefant verwandt war. Ein Spezialist für das karge Leben in der eisigen Steppe. Vor 2.000 Jahren starb die letzte winzige Population in der nähe der Beringsee. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt, aber der Klimawandel am Ende der Eiszeit ist ein recht wahrscheinlicher Grund, dass die spezialisierten großen Pflanzenfresser keine Lebensgrundlage mehr vorfanden.

Permafrost

Dass Mammuts immer wieder in einem überraschend guten Erhaltungszustand gefunden werden, obwohl sie bereits seit 7.000 Jahren fast überall ausgestorben sind, liegt an ihrem Lebensraum. Die eisige Kälte, in der sich die behaarten Riesen so wohl gefühlt haben, hat ihre Körper häufig konserviert. So finden sich immer wieder fast vollständig erhaltene Tiere, in deren Kadaver sogar noch flüssiges Blut gefunden wird. Der ausgezeichnete Zustand der Funde ruft einige Genetiker auf den Plan. Der Gedanke der Forscher ist es, einen Wollhaarmammut Klon zu erschaffen. Ein Mammut, das in unserer Zeit lebt.

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So kennen wir die Mammuts. Skelette in Museen und Rekonstruktionen. Vielleicht werden wir noch die ersten Mammuts, die Erde nach tausenden Jahren wieder betreten, erleben

Leihmutter

Die Verwandtschaft zum asiatischen Elefanten kann das Klonen erleichtern. Nicht nur eine Eizelle kann als Basis dienen, auch die Elefantenkuh kann als Leihmutter dienen. Ideale Voraussetzungen um den Traum vom modernen Wollhaarmammut Klon zu erfüllen. Aktuell sieht es dafür aber noch schlecht aus. Die Erbinformationen sind in den Jahrtausenden zerfallen und für die Genetiker nicht mehr verwertbar. Daher gibt es aktuell den Plan, keinen echten Wollhaarmammut Klon zu erzeugen, sondern in einem ersten Schritt nur einen asiatischen Elefanten zu modifizieren. Ein Tier, das viele Eigenschaften des Mammuts trägt, aber eben nicht zu 100% das Erbgut des Wollhaarmammuts in sich trägt.

Wollhaarmammut Klon

In einem zweiten Step will George Church, Molekularbiologe in Harvard und Chef eines Teams von Wissenschaftlern, die bereits konkret an einem Hybriden arbeiten, dann einen echten Wollhaarmammut Klon erschaffen. Aktuell bemühen sich die Forscher mit künstlich erzeugter Gene von Mammuts einige Eigenschaften, in erster Linie die Kälteresistenz, also Fell, Fett und kleine Ohren, mit einem asiatischen Elefanten zu vermischen. Während Kritiker darin eine sinnlose Geldverschwendung sehen und argumentieren, dass die Tiere nur zu Unterhaltungszwecken, wie in einem Jurassic Park gehalten werden würden, sicher Church noch einige andere Wissenschaftler einen konkreten Sinn im Klonen.

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Auch im Zeichentrickfilm ist das Mammut vertreten

Ökologische Klone

Der Plan ist es, die riesigen Säugetiere in einem Gebiet in Sibirien auszuwildern. Die Theorie geht davon aus, dass die Mengen, die die Mammuts fressen, die Pflanzen zu einem stärkeren Wachstum anregen. Zusätzlich sorgen sie mit ihren Ausscheidungen für Dünger. Der dicht bewachsene Boden wird heller, und reflektiert damit das Sonnelicht stärker, statt es zu absorbieren. Damit, so die Theorie, wird das Aufheizen des Bodens reduziert und der Permafrostboden bleibt erhalten. Ein Plan, der sich nur mit Tieren, wie den Mammuts umsetzen lässt. Kein anderes Tier würde solche Mengen an Pflanzen vertilgen und den Boden dabei durch sein Körpergewicht zusätzlich verdichten.

Science Fiction

Zwar klingen solche Geschichten über das Klonen ausgestorbener Tiere nach Science Fiction, doch das Klonen ist heute keine unmögliche Sache mehr. Es ist bereits möglich das eigene Haustier klonen zu lassen. Das Erbgut eines lebenden, oder vor kurzem verstorbenen Tier, ist allerdings wesentlich leichter und in deutlich besserer Qualität verfügbar, als das, eines seit Jahrtausenden eingefrorenen Eiszeittiers. Der Wollhaarmammut Klon wird also wohl noch eine Weile Science Fiction bleiben. Ob wir es noch erleben werden, dass die Mammuts durch die sibirische Steppe streifen, steht momentan noch in den Sternen. Man darf gespannt sein und schon der nächste Fund eines konservierten Wollhaarmammuts kann die fehlende Erbinformation liefern.

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